
Das Ozon – der so genannte aktivierte Sauerstoff – verfügt im Gegensatz zum normalen Sauerstoff über drei Atome Sauerstoff. Dadurch ist ein aktiviertes Sauerstoffatom beispielsweise in der Lage, ein Hämoglobinmolekül von der sehr festen Verbindung mit Kohlenmonoxid (CO) zu befreien und so wieder für den Sauerstofftransport bereit zu machen – die Sauerstoffversorgung im Körper wird somit verbessert. Die Ozontherapie kann durch gefäßerweiternde Mittel ergänzt werden. Zusätzlich hat Ozon eine sehr stark bakterien- und virenabtötende Wirkung.
Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie beruht auf Erkenntnissen des Dresdner Physikers Prof. Manfred von Ardenne. Er konnte belegen, dass tägliche Sauerstoff-Inhalationen, die über einen bestimmten Zeitraum (zwei bis drei Wochen) durchgeführt werden, die Sauerstoffsättigung im Blut wesentlich verbessern. Dadurch wird die Sauerstoffaufnahme im gesamten Organismus beziehungsweise im Gewebe erhöht, in der Folge werden alle Organe
aktiviert.
Entscheidend ist bei der Therapie der so genannte „Schalteffekt”: Bei Inhalation einer ausreichenden Menge von reinem Sauerstoff wird nach einer bestimmten Zeit ein Abschwellen der Zellauskleidung der Innenwände der Blutgefäße deutlich. Das Blut – und mit ihm der Sauerstoff – kann besser in das Gewebe und zu den einzelnen Organen gelangen. Der Körper wird dahingehend konditioniert, dass er noch lange nach Abschluss der Therapie nach mehr Sauerstoff „verlangt”. Im Verlauf einer dreiwöchigen Kur mit täglich zwei Stunden Sauerstoff-Inhalation gelingt es für mehrere Monate bis Jahre den Sauerstoffdruck des arteriellen Blutes wieder auf nahezu 100 mm/HG, dem Messwert eines jungen Menschen, anzuheben.