
Die Akupunktur, ein Jahrtausende altes Teilgebiet der Chinesischen Medizin, basiert auf der Vorstellung, dass bestimmte Punkte auf der Hautoberfläche mit anderen Körperstellen oder Organen in Verbindung stehen. Erkrankungen werden durch Reizung dieser Punkte mit dem Einstechen von Akupunktur-Nadeln behandelt.
Eine Bandscheibe ist eine knorpelige Verbindung zwischen den Rückenwirbeln. Der Mensch besitzt 23 Bandscheiben, sie machen rund ein Viertel der Gesamtlänge der Wirbelsäule aus. Bandscheiben bestehen aus dem äußeren Faserring und dem inneren Gallertkern, der mit seinem hohen Wassergehalt wie ein Stoßdämpfer wirkt. Zugleich ermöglichen die flexiblen Bandscheiben die Beweglichkeit der Wirbelsäule.
Als Bandscheibenvorfall bezeichnet man den plötzlichen oder langsam zunehmenden Austritt von Gewebe des Gallertkerns der Bandscheibe nach hinten in den Rückenmarkskanal. Dabei entsteht eine Vorwölbung, die nahe liegende Nervenenden reizt und sich durch Schmerzen, Lähmungen oder Gefühlsstörungen bemerkbar macht.
Der Bewegungsapparat des Menschen setzt sich zusammen aus einem passiven, festen Teil mit Knochen, Gelenken und Bändern sowie einem aktiven, beweglichen Teil mit Muskeln und Sehnen. Im passiven Bewegungsapparat bildet die Wirbelsäule die zentrale Stütze. Der gesamte Bewegungsapparat ermöglicht beispielsweise aufrechtes Gehen, Drehungen oder Bücken.
Die Chinesische Medizin oder auch Traditionelle Chinesische Medizin umfasst mehrere Therapien, die seit mehreren tausend Jahren in Ostasien praktiziert werden: Akupunktur und die dazu gehörige Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten), Massagetechniken wie Tuina und Shiatsu, Bewegungsübungen wie Qigong und Tai Chi, die Arzneimitteltherapie mit Naturstoffen sowie die Ernährungslehre. Basis der Chinesischen Medizin ist die Annahme, dass jede Krankheitsgeschichte individuell ist und auch innere, emotionale Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Die Chirotherapie (griechisch: cheir = Hand) gehört zusammen mit der Osteopathie zur Manuellen Medizin, das heißt, der Arzt nutzt zur Diagnose und Therapie lediglich seine Hände. Die Chirotherapie nimmt an, dass sich fast alle körperlichen Beschwerden auf Fehlstellungen oder Blockaden von Gelenken, vor allem in der Wirbelsäule, zurückführen lassen.
Die ganzheitliche Medizin betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist. Auch Einflüsse durch das soziale Umfeld sowie durch die natürliche und künstliche Umwelt werden als Faktoren für Krankheiten und Beschwerden mit einbezogen.
Künstliche Gelenke – Endoprothesen – stehen für nahezu alle Gelenke zur Verfügung: von Finger- über Ellbogen-, Schulter-, Hüft- und Knie- bis zum Sprunggelenk. Die Gelenkprothesen bestehen aus unterschiedlichen Stahllegierungen, ergänzt mit Polyäthylenpfanneneinsätzen sowie Gelenkkugeln aus Stahl oder Keramik. Sie halten meist mehr als 15 Jahre und können bei fast allen Gelenkerkrankungen zum Einsatz kommen.
Gelenke sind andauernden Belastungen ausgesetzt und daher anfällig für Verschleiß – die Folge sind Schmerzen. Die häufigsten Gelenkschmerzen treten im Rücken, an der Hüfte, den Knien und an den Fingern auf. Unterschiedlichste Krankheiten, darunter mehr als 400 verschiedene rheumatische Erkrankungen, können den Schmerzen zugrunde liegen. Häufigste Ursache für Gelenkschmerzen ist die Arthrose, meist in Knie- oder Hüftgelenken.
Hüftgelenksschmerzen sind sehr häufig Folge einer Arthrose (Gelenkabnutzung), bei der die Knorpelschicht abgebaut wird. Während durch Arthritis (Gelenkentzündung) bedingte Hüftschmerzen meist eine medikamentöse Therapie benötigen, kann man vor allem die Arthrose sowie Hüftschmerzen ohne krankhafte Veränderungen im Gelenk durch Bewegungstherapie sehr gut beeinflussen. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose kann auch eine Operation mit Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks – einer Hüftprothese – notwendig sein.
Die alternativmedizinische und ganzheitliche Kinesiologie (nach griechisch: kinesis = Bewegung) nimmt an, dass sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren. Zentrales Element der Kinesiologie ist der Muskeltest, bei dem der Therapeut die Kraft der Muskeln prüft und damit Energieblockaden erkennt, die wiederum Rückschlüsse auf seelische Probleme, Krankheiten, Allergien oder Umweltgifte erlauben. Mittels Kinesiologie kann auch eine gezielte Schmerzbehandlung erfolgen.
Schmerzen im Knie entstehen sehr häufig in Folge von Arthrose (Gelenkabnutzung) oder Arthritis (Gelenkentzündung). Auch verschiedene Bänder und Menisken können defekt sein und somit Schmerzen im Kniegelenk bewirken. Eine Arthritis wird je nach ihrer Ursache meist medikamentös behandelt. Einer Arthrose wird zunächst mit Medikamenten, Krankengymnastik oder Orthopädietechnik begegnet, im fortgeschrittenen Stadium wird operativ eine Knieprothese eingebracht.
Mit dem Begriff Manuelle Medizin werden Therapien zusammengefasst, die Krankheiten und Funktionsstörungen lediglich mit Hilfe der Hände (lateinisch: manus = Hand) behandeln. Dazu gehören die Chirotherapie und die Osteopathie, die etwa zeitgleich am Ende des 19. Jahrhunderts in den USA entwickelt wurden.
Muskelverspannungen werden von den Nervenfasern als Schmerzreiz an das Gehirn weitergeleitet. Im Rücken ist meist die Muskulatur im Lendenbereich betroffen, die Verspannung macht sich als tief sitzender Rückenschmerz bemerkbar. Ebenfalls häufige Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur führen zu Nackenschmerzen, Schulter-, Arm- oder Kopfschmerzen.
Nackenschmerzen können bei sehr vielen unterschiedlichen Erkrankungen auftreten. Häufigste Ursache sind lokale Muskelverspannungen durch Fehlhaltungen, beispielsweise bei der Arbeit am Bildschirm. Weitere Ursachen sind Bandscheibenvorfälle oder andere Schäden im Bereich der Halswirbelsäule. Grundlage der Behandlung sind meist krankengymnastische und physikalisch-therapeutische Maßnahmen, ergänzt zum Beispiel durch Akupunktur oder naturheilkundliche Verfahren.
Grundlage der Neuraltherapie ist die Annahme, dass so genannte Störfelder – örtlich begrenzte Reizzustände im Körper – über die Reizung von Nervenbahnen in einer anderen Körperregion Krankheiten und Schmerzen bewirken. Die Neuraltherapie bekämpft das Störfeld mittels Injektion eines Lokalanästhetikums und heilt dadurch die störfeldbedingte Krankheit.
Die Orthopädie befasst sich mit der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Form- oder Funktionsfehler des Bewegungsapparates sowie mit der Rehabilitation des Patienten. Auch die Folgen einer Erkrankung werden beachtet: So wirken sich beispielsweise Gelenkschmerzen auf Nachbargelenke, umgebende Muskeln sowie Sehnen, Kapseln und Bänder aus. Der Therapeut muss auch der geistigen Verarbeitung der Krankheit, insbesondere der Schmerzverarbeitung, einen wichtigen Platz einräumen.
Die Osteopathie ist eine alternative, ganzheitliche Form der Medizin und gehört zur Manuellen Medizin. Der Osteopath diagnostiziert und therapiert den Patienten mit den Händen. Er sucht mit seinen Händen nach Bewegungseinschränkungen und Störungen und versucht, diese durch manuelle Praktiken im Bereich des Bindegewebes zu lösen. Dadurch werden die Funktionen gebessert und die Selbstheilungskräfte aktiviert.
Im Ozon liegt der Sauerstoff in einer besonders aktiven und energiereichen Form vor. Es wird zum Beispiel beim „Raucherbein“ oder Herzinfarkt eingesetzt. Außerdem kann sich eine Ozontherapie etwa bei rheumatischen Erkrankungen, chronischen Erkrankungen wie Bronchitis, Asthma und Heuschnupfen oder bei Krebs positiv auswirken. Ozon wird dem Organismus über die Begasung mit einem Kunststoffbeutel, mit Injektionen, Eigenblutbehandlung, Darminsufflation oder mit ozonisiertem Olivenöl zugeführt.
Fast jeder Mensch in den Industrienationen klagt mindestens einmal im Leben über Rückenschmerzen. Am stärksten betroffen sind Menschen mittleren Alters zwischen 30 und 50 Jahren. Zahlreiche Ursachen beeinflussen die Entstehung von Rückenschmerzen, unter anderem körperliche, verhaltens- und haltungsbedingte Faktoren, umweltbedingte Einflüsse sowie psychische Komponenten. Oft sind auch chronische Erkrankungen wie Rheuma, Osteoporose oder Krebs Schuld an Rückenschmerzen.
Tägliche Sauerstoff-Inhalationen über einen längeren Zeitraum verbessern die Sauerstoffversorgung der Gewebe. Sie eignen sich zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Lungen- und Bronchialerkrankungen, Störungen des Blutdrucks sowie begleitend zur konventionellen Krebstherapie. Dabei werden drei Therapieschritte kombiniert: vermehrte Sauerstoffeinatmung, Erhöhung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit und Erhöhung der Gewebedurchblutung.
Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen oder immer wiederkehrenden Schmerzen – sechs bis acht Millionen so stark, dass ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtig ist. Als chronisch wird ein Schmerz bezeichnet, der seit mindestens drei bis sechs Monaten besteht und den Patienten im Alltag beeinträchtigt. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an chronischen Schmerzen zu leiden. Am häufigsten sind Rücken-, Kopf-, Nerven- und Tumorschmerzen sowie rheumatische Schmerzen und Osteoporoseschmerzen.
Die Sportmedizin befasst sich mit dem Einfluss von Bewegung und Bewegungsmangel auf die Gesundheit sowie mit Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Sportverletzungen und Sportschäden, wie zum Beispiel Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnen- oder Gelenkverletzungen.
Störfelder im Körper sind unentdeckte, chronische Reizzustände, wie zum Beispiel kranke Zähne, Narben oder kranke Organe. Sie behindern den gesamten Organismus in seiner Regulationsfähigkeit und lösen über die Reizung von Nervenbahnen Krankheiten in anderen Körperregionen aus. Die präventive Medizin sucht unter anderem mittels Kinesiologie, Bioelektronischer Funktionsdiagnostik und Neuraltherapie nach Störfeldern.
Die Wirbelsäule stützt den Körper und trägt Kopf, Rumpf sowie die oberen Gliedmaßen. Die S-förmig gekrümmte Wirbelsäule besteht aus 34 Wirbeln und 23 Bandscheiben. Bänder verbinden und stabilisieren die Wirbelsäulenstrukturen. Die Wirbelsäule wird in mehrere Bereiche unterteilt: Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie Kreuz- und Steißbein. Im Inneren der Wirbelsäule verläuft der Wirbelkanal, in dem sich das Rückenmark befindet.